Donnerstag, 19. Oktober 2017

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06.05.2017 23:01 Alter: 165 days

Die grenzen des Rechten Aufstands

Vortrag von Prof. em. Dr. Hajo Funke mit anschließender Diskussion Donnerstag, 08.06.2017, Kunst & Bühne, Nordwall 46, 29221 Celle


Der Berliner Extremismus-Forscher Hajo Funke

Die Wahlergebnisse der 2013 gegründeten «Alternative für Deutschland» (AfD) gehen regelmäßig durch die Decke. Noch bei jeder Wahl erzielte die einstige Anti-Euro-Partei der Wirtschaftsprofessoren und Unternehmer aus dem Stand zweistellige Ergebnisse. Heute sitzt sie im Europäischen Parlament und in elf Landesparlamenten und bereitet sich auf den anscheinend unaufhaltsamen Einzug in den Bundestag 2017 vor.

Der Politikwissenschaftler Hajo Funke macht mit seiner neuen Studie deutlich, wie sich wichtige Repräsentanten der AfD mit den Hetzer_innen um Pegida oder bekannten Aktivist_innen des gewaltbereiten Rechtsextremismus verbinden, austauschen und die Radikalisierung der Partei vorantreiben. Der Rechtsruck zeigt sich im Besonderen in der Islamfeindlichkeit und der beabsichtigten Einschränkung der Religionsfreiheit – einem klaren Verfassungsbruch. Die AfD will eine andere Republik. Man kann nicht umhin, von einem neonazistisch inspirierten völkischen Nationalismus zu sprechen. Dass an die 15 Prozent der Bevölkerung – so die letzten Wahlergebnisse und Umfragen – diese an der Spitze rechtsradikal orientierte Partei wählen würden, ist Grund für Besorgnis und wirft die Frage nach dem Umgang mit der AfD und ihren Wählern auf.

Diese und weitere Fragen möchten wir an diesem Abend behandeln und gemeinsam diskutieren.

Veranstalter sind der Arbeitskreis Ausländer, das Diakonisches Werk Celle sowie das Forum gegen Gewalt und Rechtsextremismus.

Der Eintritt ist frei.

Die Veranstaltung wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms Demokratie leben!

Kein Zutritt für Mitglieder und Sympathisanten von Parteien oder Gruppierungen der extremen Rechten, Personen, die der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische oder antisemitische Äußerungen in Erscheinung getreten sind.